Kontaktinformationen          

Stadt Könnern
OT Lebendorf
Denkmalstraße 78
06420 Könnern
Tel.: 03 46 91/51 03 47

Statistische Daten

OT Bürgermeister (Lebendorf/Trebitz/Bebitz)  Herr Thomas Hense
Einwohner  < 1000

Lebendorf liegt östlich der L 50, die von Magdeburg über Bernburg nach Halle führt und ist nördlich von Könnern einzuordnen.

Lebendorf ist eine alte deutsche Bauernsiedlung aus der Sachsenzeit und wurde vermutlich im 11. Jahrhundert gegründet. Erstmalig wurde der Ort 1147 in einer Lehenurkunde erwähnt. Er gehörte damals zum Bistum Merseburg. Eine alte Überlieferung führt den Namen des Dorfes Lebendorf auf Kaiser Otto I. zurück. Bei einer Rast soll Otto I. bei großer Hitze das Wasser aus dem Hesselbrunnen getrunken haben. Durch dieses schöpfte er "neues Leben" und beschloss, dass dieses Dorf den Namen Lebendorf erhalten sollte.

Die erste Kirche in Lebendorf wurde nach der Christianisierung in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts erbaut. 1870 musste diese wegen Baufälligkeit abgerissen werden, die jetzige Kirche wurde dann 1881 erbaut. Architekt dieses Baus war Conrad Wilhelm Hase.

Wie in den anderen Orten der Umgebung wütete auch in Lebendorf der Dreißigjährige Krieg, 1644 wurde das Dorf vollständig verwüstet und geplündert. 1650 begann man mit dem Wiederaufbau des Ortes. In den Jahren von 1820 bis 1914 blühte in Lebendorf wie in Bebitz und Trebitz der Braunkohlebergbau.

1952 gründete sich die Gemeinde mit den Ortsteilen Lebendorf und Lebendorf-Siedlung (Werkssiedlung des Flanschenwerkes) Trebitz und Bebitz . Anfang der 60er Jahre wurde die Siedlung Bebitz-Bahnhof gebaut. 1994 erfolgte der Beitritt der Gemeinde zur Verwaltungsgemeinschaft Könnern. Seit dem 01.01.2003 sind diese Ortsteile der Stadt Könnern. Die Werkssiedlung des Flanschenwerkes wurde inzwischen abgerissen.

Die einzelnen Dorfschulen wurden Ende der 50er bzw. Anfang der 60er Jahre zur Polytechnischen Oberschule in Trebitz zusammengefasst. Später war in dem Gebäude die Grundschule untergebracht.

Ein bedeutender Arbeitgeber ist immer noch das Flanschenwerk Bebitz. Hier arbeitet ein großer Teil der Einwohner. Der Betrieb konnte sich über die vielen Jahre bis heute halten. Mit der Umstrukturierung des Unternehmens 1991 wird die erfolgreiche Tradition des Betriebes jetzt unter der Firmenbezeichnung "Flanschenwerk GmbH Bebitz" fortgesetzt.

Auf Grund der günstigen Standortbedingungen begann 1991 der Bau einer neuen Zuckerfabrik. Seit 1993 hat sie ihre Produktion aufgenommen, hier fanden auch einige Einwohner Arbeit.